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Helmut Borth, Daniel Schmidthaler

Fürstliche Hofküche des großherzoglichen Hauses Mecklenburg-Strelitz

136 Seiten, 148 Abbildungen, Festeinband
ISBN 978-3-942477-25-3

24,95 € *
 
 
 
 
 
Rebhuhn, Hirsch, Möweneier, Hummer, Austern, Périgord-Trüffel, Kaviar oder frischer Spargel im Winter – die Großherzöge von Mecklenburg-Strelitz wussten zu dinieren. Ob mit könig­lichen Gästen wie der britischen Queen Mary, dem deutschen Kaiserpaar oder im Familienkreis, die Hofküche spiegelte auch im strengen Hofprotokoll die Zugehörigkeit des Fürstenhauses zum europä­ischen Hochadel wider. Sie ist zudem Zeugnis für das handwerkliche Können der einheimischen Küchencrews zwischen 1870 und 1918. Autor Helmut Borth spürte mehr als 100 historische Menükarten auf und zeichnet mit ihnen ein lebendiges Bild nicht nur kulinarischen Reichtums.
Sternekoch Daniel Schmidthaler übersetzte die Menükarten und empfand 50 Gerichte aus der Hof­küche nach. Seine Rezepte sind eine Einladung zum Nachkochen.
 
- Nach einer Idee von André Bischoff -
 

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Quelle: Heimat Kurier | 04.02.2013 | bila
Genuss in doppelter Hinsicht
NEUBRANDENBURG. „Ich hätte nicht gedacht, dass es Karpfen blau schon vor 120 Jahren gegeben hat“, bekennt Daniel Schmidthaler. Der Sternekoch des Restaurants „Alte Schule“ in Fürstenwerder hat sich die Hofküche der Mecklenburg- Strelitzschen Großherzöge genau angeschaut.
Er übersetzte alte Menükarten aus dem Französischen und hat für ein sehr ansprechend gestaltetes Buch vom Steffen Verlag 50 Gerichte aus der Hofküche nachempfunden. Was Wald, Weiden, Seen und gut sortierte Supermärkte hergeben, können Hobbyköche dank Schmidthalers anschaulicher Beschreibungen zum Genuss mit heimathistorischem Bezug machen. Neben Karpfen blau finden sich Rezepte beispielsweise für Lachs, Wels, Hummer, für Austern, Rebhuhn, Reh und Hirsch. Dessert- Zubereitungen runden den ersten Teil dieses Buches ab.
Helmut Borth, auch oftmals Autor für den Heimatkurier, gibt dazu den regionalhistorischen Hintergrund in 16 Kapiteln. Reich bebildert ist der Band eine Fundgrube und eine schöne Aufforderung zu hochherrschaftlicher Küche in eigener Produktion. [Artikel anzeigen]

Quelle: kultur kalender - Unterwegs in Mecklenburg-Vorpommern | 01-2013 | Bert Lingnau
Truthahn mit Steinpilzen – Speisen wie die Großherzöge
Es ist eine Geschichte von Rebhühnern, Hirschen und Kaviar, von Möweneiern, Austern und frischem Spargel, von Hummer, Hammelrücken und Lachsforellen. Diese Köstlichkeiten aßen einst die Großherzöge von Mecklenburg-Strelitz in ihrem überdimensionierten Schloss an langen Tafeln mit silbernem Besteck. Sie ließen sich diese Speisen zubereiten, wetzten die Messer und verschlangen so manches brave Hof- und Waldtier. Ob in Familie, mit der britischen Königin Mary oder dem deutschen Kaiser Wilhelm II. nebst Gemahlin- geschlemmt wurde bis der Arzt kam. Die Kochmannschaft wuselte zwischen Küche und Speisesaal hin und her, erfüllte auch die ausgefallensten Wünsche und bewies, dass die Mecklenburg-Strelitzer zwischen 1870 und 1918 die Gaumenfreuden des europäischen Hochadels entzücken konnten. Für die Untertanen gab es strenge Vorschriften, z.B. Hühner und Eier an die Hofküche zu liefern: »Ein Vollbauer soll jährlich nach Verlangen des Hofküchenmeisters 12 alte oder ausgewachsene Hühner und ein 1 Schock Eier, ein Halbbauer aber die Hälfte und die übrigen Unterthanen nach Proportion ihrer Dienste und ihres Ackerwerks in natura zur Hofküche liefern«. Autor Helmut Borth, durch viele Publikationen als Spezialist für Regionalgeschichtliches bekannt, hat für den prachtvollen Bild-Text-Band mehr als 100 historische Menükarten des Großherzogshauses aufgespürt. Er liefert köstliche Anekdoten und kulturgeschichtliche Hintergründe – vom Schneckenbesteck bis zur Spargelzange, von silbernen Terrinen bis zum schwarzen Chiffonkleid der deutschen Kaiserin. Daniel Schmidthaler, österreichischer Spitzenkoch, hat die alten Menükarten aus dem Französischen übersetzt und so Gerichte aus der Hofküche nachempfunden. Seine Rezepte sind eine Einladung zum Nachkochen. Hinweis: Ein gebratener Truthahn fühlt sich zwischen Steinpilzen und Speck am wohlsten.