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Bernd Lasdin

zeitenwenden

20 Jahre im Leben eines Menschen

260 Seiten, Festeinband
ISBN 978-3-940101-55-6

19,95 € *
 
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Ein faszinierendes Zeitdokument


Menschen aus verschiedenen sozialen und politischen Schichten - Alleinstehende, Paare, Familien – der Fotograf Bernd Lasdin begleitete sie über drei Jahrzehnte und wartet mit einer Fotoserie auf, die ihresgleichen sucht. Eine Langzeitstudie, die 1986 in der DDR beginnt, 1998 in der BRD fortgeführt wird und 2008 endet – vorerst.

 

Die von den Protagonisten kommentierten Fotografien sind Dokumente zum Leben in zwei Staaten, in zwei Gesellschaftsordnungen und Zeitzeugnisse eines nicht mehr existierenden Lebensgefühls. Der Einzelne erklärt sich  zum Gewinner oder Verlierer, stetig oder alternierend, zeigt sich glücklich, gleichgültig, ohnmächtig, zerstört.

 

’zeitenwenden’ visualisiert Menschenschicksale, die nicht allein Abbilder jüngster Geschichte darstellen. Sie sind Ausdruck steter Wiederholung von herausfordernden Themen des menschlichen Daseins – Angst, Hoffnung, Scham, Einsamkeit, Stolz, Trauer, Lust ...

 

Weiterführende Links

Weitere Bücher von Bernd Lasdin Auf den Merkzettel
 

Quelle: Nordkurier | März 2009 | Susanne Schulz
Geheimnisse der Gegenwart
Bei Vorpremieren stellt der Steffen Verlag Friedland seine Spitzentitel in Leipzig vor. Der „heiße Start“ ist heimischen Händlern vorbehalten.
LEIPZIG. Bücher, die buchstäblich druckfrisch aus der Druckerei an ein großes Publikum gelangen, sind das Salz im Menü eines Buchmesse-Auftritts. Derart gewürzt hat auch der Friedländer Verleger Sven Steffen sein Debüt auf der Leipziger Buchmesse, wo sein Steffen Verlag – längst mehr als ein literarischer „Ableger“ des Druckerei-Betriebes – drei Buchpräsentationen ins riesige Rahmenprogramm „Leipzig liest“ einbringt. Bevor heute Verlagsleiter Jörn E. Runge seine Biografie der zu Beginn des 20. Jahrhunderts vielgerühmten Schönheitstänzerin Olga Desmond vorstellt, waren gestern Helga Korff-Edels Erinnerungsbuch „Übers Land mit Sakowski“ und Bernd Lasdin mit seinem Fotoband „Zeitenwenden“ an der Reihe. Lasdins Publikation ist der dritte Teil eines mit jedem Mal außergewöhnlicher werdenden Projekts: Schon vor 20 Jahren erregte seine Ausstellung „So sind wir“ Aufsehen mit der Idee, Personen und Familien, von regionaler Prominenz bis ins „ganz normale“ Umfeld, zu porträtieren und das Bild mit wenigen Worten kommentieren zu lassen – das Persönliche wurde zum Abbild von Zeit und Gesellschaft. Dieselben Menschen zehn Jahre (und einen gesellschaftlichen Umbruch) später erneut aufzusuchen und zu dokumentieren, wie sich Lebensumstände und Weltsicht entwickelt haben, war schon ein Coup, dem nun die Wiederholung nach weiteren zehn Jahren noch eins draufsetzt. Gelüftet wird dabei, allerdings vor tragischem Hintergrund, das Geheimnis der anonymen H. C., die vor 10 und 20 Jahren jeweils nackt mit einer Maske vor dem Gesicht posierte und dazu schrieb: „Ich bin nicht bereit, etwas über mich zu offenbaren.“ Erstmals fügt auch der Fotograf sein Selbstporträt aus allen drei „Generationen“ des Langzeitprojekts hinzu. Im Handel erhältlich sein wird der gestern im Gespräch mit der Journalistin Christine Stelzer vorgestellte Band erst nach der Neubrandenburger Buchpremiere, die am Donnerstag im Schauspielhaus stattfindet. Auch Helga Korff-Edels Sakowski-Buch – erste gemeinsame Publikation mit dem von Heide Hampel in die Fusion gebrachten Federchen Verlag – gelangt erst nach der Präsentation am kommenden Sonnabend in der Fritz-Reuter-Buchhandlung zu den Kunden. „Wir wollen den ,heißen Start‘ den Buchhändlern in der Region überlassen“, begründet Sven Steffen diese Geste und sieht die Messe-Präsentation seiner Spitzentitel als „Vorpremiere“. Bereits vollzogen ist der Verkaufsstart für andere Titel aus dem Nordosten, deren Autoren in Leipzig die Begegnung mit dem Publikum suchen: Klaus-Dieter Block, regelmäßiger Autor unserer Zeitung, stellt heute sein Buch „Warten auf den Westbesuch“ vor. Für den Klatschmohn Verlag Bentwisch sind die zeitkritischen Miniaturen durchaus eine ungewöhnliche Novität im von Heiterem, Kulinarischem und Regionalkundlichem geprägten Programm, bestätigt Sprecherin Annika Schulze. Hintergründiges zur Gegenwart präsentiert auch der Milower Schibri Verlag bei einem Gespräch mit Inge Maja Weiße, einer der Protagonistinnen des von dem Historiker M. Fraumann herausgegebenen Bandes „Die DDR war ein Teil meines Lebens“. Einem „weißen Fleck der DDR-Geschichte Farbe und Kontur“ zu geben, ist zudem Anliegen des Kriwoi-Rog-Buches „Das eiserne Problem des Sozialismus“, das durch Mit-Autor Rolf Junghanns im Congress Center der Buchmesse vorgestellt wird – wie die zuvor genannten auch dies eine Neuerscheinungen, die an einem der Vergangenheit entlehnten Stoff sehr gegenwärtige Probleme aufwirft. [Artikel anzeigen]