„Älter werd ich, ein Narr bleib ich“

Heute, am 10. November, wäre Martin Luther 534 Jahre alt geworden. Zusammen mit dem 500-jährigen Reformations-Jubiläum am 31. Oktober – was uns in vielen Bundesländern einen zusätzlichen Feiertag beschert hat – ist das ein guter Anlass, um unser kleines Bändchen „Viele Bücher machen nicht gelehrt“ mit Aphorismen von Martin Luther zu betrachten.
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Martin Luther hat mit seiner Reformbewegung der kirchlichen Traditionen nicht nur das Christentum verändert, sondern einen großen Teil der gesellschaftlichen Ordnung in der westlichen Welt geprägt. Durch die Idee, dass im christlichen Glauben die Bibel im Vordergrund zu stehen habe, sorgte die Reformation dafür, dass die schulische Bildung ausgeweitet und verallgemeinert wurde. Dieser Prozess ging der späteren Aufklärung unmittelbar voraus.
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Die Infragestellung der Macht der Kirche und ihrer Geistlichen beeinflusste die heutige weltliche Stellung des Pfarrers im Protestantismus. Das Machtmonopol der Kirche wurde aufgehoben und führte langfristig zu der heutigen Trennung von Kirche und Staat.
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Der feine kleine Aphorismenband „Viele Bücher machen nicht gelehrt“ erinnert an den Reformator und gibt einen Einblick in die vielfältigen Veränderungen und Umbrüche seiner Zeit.
Seine Weisheiten über Gott und die Welt strotzen bis heute von Dreistigkeiten, Lebenslust und Tiefsinn. Und dabei macht das Werk des Kirchen-Reformators, Lehrers und Publizisten weder vor dem Papst noch vor dem Volk halt. Humorvoll kritisierte er Maßlosigkeit, Müßiggang, Dummheit oder Ignoranz, pries das Leben, die Liebe und den Frohsinn. Die Berliner Künstlerin Dorina Tessmann entwarf zu den lutherischen Weisheiten bildnerische Kostbarkeiten.luther-4


 

 
 

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