Vor 70 Jahren starb Hans Fallada – ein Leben zwischen Süchten und Weltruhm

Hans Fallada erlebt 70 Jahre nach seinem Tod eine Renaissance – sein Roman „Jeder stirbt für sich allein“ hat weltweite Berühmtheit erlangt. Nur wenigen ist bekannt, dass Werke des Autors von Bestsellern wie „Kleiner Mann – was nun?“ und „Wer einmal aus dem Blechnapf stark autobiografische Züge aufweisen. Neu ausgewertete Dokumente werfen nun ein neues Licht auf das Leben des Schriftstellers.

„Alles in meinem Leben endet in einem Buch.“

Auch wenn Fallada nur 53 Jahre alt geworden ist, sein Leben liest sich wie ein spannender Schicksalsroman, wobei niemals ganz klar scheint, ob der Protagonist Held oder Schurke ist: Hans Fallada erschoss seinen besten Freund bei einem versuchten Doppelsuizid, veruntreute Gelder seiner Arbeitgeber, sprach den Drogen zu. Der Landwirt, Journalist, Angestellte des Rowohlt-Verlages, Bürgermeister und Schriftsteller musste aufgrund seiner Drogensucht vier Male ins Gefängnis, sowie 23 Male in Heilstätten für Nerven- und Gemütskranke. Am Ende bleibt ein Vermächtnis, das an die 30 Bücher umfasst.

Nach 15 Jahren hat nun der Journalist und Historiker Dr. André Uzulis auf der Grundlage neuer Dokumente und bislang wenig beachteten Archivmaterials eine aktuelle Biografie verfasst. Zu den neuen oder bislang wenig beachteten Quellen zählen Fotomaterial, Faksimiles und noch nicht veröffentlichte Aufnahmen des Schriftstellers und seiner Familie. Uzulis beleuchtet in der neuen Biografie nicht nur die verschiedenen Aspekte des Schriftstellers, Ehemannes, Vaters und Nachbarn. Es können auch viele Lücken im Lebenslauf des Menschen Rudolf Ditzen geschlossen werden, der als Schriftsteller Hans Fallada Weltruhm erlangte.

Ein Buch, das Fallada-Kennern wie Lesern seiner Werke lohnende Einsichten in sein Leben und seine Zeit gewährt.

Die Presse über die „Hans Fallada. Biografie“ von Dr. André Uzulis

„Die neue Biografie liest sich wie ein Fallada-Roman. Uzulis erzählt anschaulich, nah am Leben des Schriftstellers, doch nicht distanzlos, wer Hans Fallada wirklich war. Er hinterfragt sein Handeln und seine Motive, vergleicht etwa seine Haltung zum Naziregime mit derjenigen anderer Schriftsteller. Eine Stärke dieser Biografie liegt in der zeitgeschichtlichen und literaturhistorischen Einordnung, bei der auch viele Randfiguren und -themen beleuchtet werden. “
Trierischer Volksfreund

„Uzulis lässt in seiner gut lesbaren Lebensnacherzählung auch Urteile anderer Literaturwissenschaftler einfließen sowie interessante Exkurse. “
Märkische Allgemeine Zeitung

„[André Uzulis zeichnet] Falladas Leben mit fast schon detektivischem Spürsinn nach.“
profil

„[Die Biografie] ist ebenso verdienstvoll wie die vor zwei Jahren im selben Verlag erschienene Krankengeschichte Falladas aus der Sicht des renommierten Psychiaters Klaus-Jürgen Neumärker. Darauf gestützt kann Uzulis einen erweiterten zeitgeschichtlichen Horizont des Schriftstellerlebens entfalten und ein imposantes, faktenreiches Lebensbild voller Widersprüche zeichnen.“
Ostsee Zeitung

„Akribisch hat sich auch der Historiker Uzulis mit neuen Dokumenten und bislang wenig beachtetem Archivmaterial beschäftigt und stellt so ebenso Beachtliches zur Wiederentdeckung des populären Schriftstellers zur Verfügung.“
Lausitzer Rundschau

 „Uzulis hat all dieses Material sehr genau ausgewertet und beleuchtet detailliert das Leben des von Schreib- und Drogensucht getriebenen Schriftstellers. Es ist nicht nur ein Gewinn für Fallada-Fans, sondern ein Buch, das das Interesse an dem Autor auch bei jenen entzünden dürfte, denen er noch fremd ist.“
Märkische Oderzeitung

„Positiv hervorzuheben ist auch die  Zeittafel im Anhang des Buches mit Schwerpunkt  auf Falladas Werke. Der Leser findet hier Anregungen und Orientierung, wann welches Werk erschienen ist. Die ausführliche Quellenangabe und das ausführliche Personenregister runden ab. Eine äußerst fesselnde Biographie zu Hans Fallada, kenntnis- und detailreich, souverän geschrieben! “
Aalener Kulturjournal


 
 

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