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Bernd Biedermann, Hans-Georg Löffler

Militärs der DDR im Auslandsstudium

Erlebnisberichte, Dokumente, Fakten

336 Seiten, 78 Abbildungen, Broschur
ISBN 978-3-942477-29-1

19,95 € *
 
 
 
 
 

4776 DDR-Militärs haben zwischen 1949 und 1990 an ausländischen Militärakademien und Hochschulen studiert – vorrangig in der Sowjetunion. Sie absolvierten ein Studium, das sie für den Einsatz in den verschiedenen Waffengattungen, Diensten und Spezialverwendungen der NVA oder anderer bewaffneter Kräfte qualifizierte. Zusammen mit den 6130 Absolventen der Militärakademie »Friedrich Engels« stellten sie das Führungskorps der Verbände, Truppenteile und Einrichtungen der NVA. Neben den Erlebnisberichten von 25 Autoren enthält das Buch viele Dokumente, Fotos und Fakten, die sowohl die verschiedenen Studienrichtungen beschreiben als auch die Lebensbedingungen im Gastland.
 
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Helmut Grieser in „Das Historisch-Politische Buch“ | Jahrgang 62, 2014, Heft 1
„Die Erlebnisberichte bilden eine spannende Quelle für eine bis dahin unbekannte Art deutscher ‚Militärpräsenz‘ in der SU. […] Es entstand ein beeindruckendes, fesselndes Buch über die großartige Vision deutschrussischer Verständigung nach dem schrecklichsten aller Kriege. Es baut in seiner Sachlichkeit viele Vorurteile ab und entführt den Leser in die ihm unbekannte Welt der sowjetischen Militärakademien. […] Im Buch selbst erfreuen bereits die vielen Bilder mit dem kameradschaftlichen Nebeneinander von deutschen und russischen Uniformen.“ 

 

Hardthöhen-Kurier – Das Magazin für Soldaten und Wehrtechnik | 04.2013
Militärs der DDR im Auslandsstudium
Zwischen 1949 und 1990 haben 4.776 Militärangehörige der DDR an ausländischen Militärakademien oder Militärhoch-schulen studiert bzw. wurden vorrangig in der Sowjetunion ausgebildet. Sie absolvierten eine Ausbildung, die sie für den Einsatz in den verschiedensten Teilstreitkräften und deren Waffengattungen, Diensten bzw. Spezialverwendungen qualifizierte. Von diesen berichten 24 ehemalige Lehrgangs-teilnehmer über ihre Erfahrungen und Erlebnisse. Dabei wird auf die Art der Studieneinrichtung, die Besonderheit des jeweiligen Ausbildungsgebietes, Aspekte der Auswahl zur Ausbildung, Personalführung, Lebensbedingungen und Betreuung eingegangen. Es ist Verdienst der beiden Herausgeber, ein ehemaliger Oberst und ein General der NVA, einen interessanten Quer-schnitt von Kursanten gewonnen zu haben, die mit Abstand von mehr als zwei oder mehr Jahrzehnten über ihre Erfahrungen berichten. Dass die Auswahl zu einer Ausbildung im Ausland eine Auszeichnung und ein besonderer Vertrauensbeweis des Systems darstellte, wird aus den späteren Verwendungen der einzelnen Autoren und deren über-wiegend positiven Rückschau deutlich. Allen, die sich mit der DDR und NVA befassen, kann man das Werk ausdrücklich empfehlen. 

 

ÖMZ – Österreichische Militärische Zeitschrift | D. Noack | 5/2013
MILITÄRS DER DDR IM AUSLANDSSTUDIUM
Die Neuerscheinung veröffentlicht die persönlichen Erlebnisberichte von 22 höheren Offizieren der ehemaligen Nationalen Volksarmee der DDR vom Admiral bis zum Oberstleutnant über ihr Auslandsstudium in der Sowjetunion in der Zeit von 1951-1990. Es sind alle Teilstreitkräfte, einschließlich Grenztruppen, vertreten. Die wichtigsten Waffengattungen und Dienstzweige sowie drei aufsteigende Karrierestufen sind berücksichtigt, nämlich die Offiziersausbildung der Kasernierten Volkspolizei als Vorbereitung auf die geplante Volksarmee 1956, die Ausbildung zum Kommandeur eines Truppenteils, zugleich für die Aufgaben in Stäben, und die so genannte Generalstabsausbildung zum Diplom als "Offizier mit höchster militärischer Bildung". Die meisten Autoren blieben Berufsoffiziere der DDR bis zu deren Ende. Die Berichterstatter stellen den 3-bis 5-jährigen Studienaufenthalt in Russland in allen seinen Aspekten dar. Von allgemeinem Interesse sind die in den Erinnerungen wieder-gegebenen dienstlichen und außerdienstlichen Erlebnisse des Offizierhörers und seiner Familie. Die Lebensbedingungen werden als hart, in den ersten Jahren spartanisch, geschildert, was aber im Rückblick nicht wenig zum Stolz der Beteiligten beiträgt. Das Ersterlebnis Sowjetunion sowie das Leben in der Stadt, im Ausländerwohnheim und auf der Ausländerfakultät der Akademie nehmen breiten Raum ein. Zuerst folgte auf Bewunderung eine Ernüchterung. Die Lebensverhältnisse wurden als rückständig und von dem offiziellen Image des Bruderlandes abweichend empfunden. Auf die Vorfreude der internationalistisch erzogenen Offiziere folgte Enttäuschung wegen vielerlei Arten der Ausgrenzung der Auslandsstudierenden im Dienst, untereinander und zur Zivilbevölkerung. Strenge Geheimhaltung und Abschottung wurden geübt. Es gab nicht verstandene Aufgabenfelder für die militärhistorische Forschung auf und verweist auf grundlegende Werke in angrenzenden Themen. Einzig die verwirrende Formatierung der Fußnoten und der Bibliographie sowie die zugunsten der Verständlichkeit etwas vereinfachten politökonomischen Zusammenhänge sind als Ein-schränkungen zu erwähnen. Die beigefügten Karten sind gut lesbar und bieten dem Leser eine Orientierung, sind aber auch nicht heraus-ragend in ihrer Aussage. Der Militärhistoriker Klaus Storkmann hat mit der vorliegenden Publikation insgesamt ein umfassendes Werk geschaffen, das eine Lücke in der Forschung über die DDR-Militärgeschichte zu schließen vermag.