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Die Funktechnischen Truppen der Luftverteidigung der DDR

Geschichte und Geschichten

352 Seiten | 181 Abbildungen | Broschur | Format: 17 x 24 cm
ISBN 978-3-942477-39-0
19,95 € *

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Ein spannendes Kapitel deutscher Militärhistorie Die Funktechnischen Truppen der... mehr

Ein spannendes Kapitel deutscher Militärhistorie
Die Funktechnischen Truppen der Luftverteidigung der DDR waren eine mit moderner Radar- und Automatisierungstechnik ausgerüstete Waffengattung. Ihnen oblagen die Luftraumaufklärung im Interesse aller Teilstreitkräfte, der Nachbarn im Warschauer Vertrag und der Zivilverteidigung der DDR sowie die Sicherstellung der Jägerleitung und der Feuerführung der Fla-Raketentruppen. Das Buch beschreibt ihre Entwicklung von den 1950-er Jahren bis hin zu ihrer Auflösung und teilweisen Übernahme in die Bundeswehr 1990. Höhepunkte sind Geschichten aus dem Alltag der Waffengattung – Erlebnisse vom Soldaten bis zum General, offen, kritisch und humorvoll erzählt –
illustriert durch viele Fotos und Grafiken.

Siegfried Fiedler

Siegfried Fiedler, Oberst a. D., Dr.-Ing., Jahrgang 1938. Oberst a. D. Fiedler absolvierte von 1956 bis 1959 die Offiziersschule in der Fachrichtung FuTT und wurde anschließend als Techniker auf der Jägerleitstation P-25/P-30 der FuTK des JG-9 eingesetzt. Von 1962 bis 1967 studierte er an einer sowjetischen Militärakademie. Danach war er bis 1969 als Stellvertreter für Technik und Ausrüstung im FuTR-2 tätig. Ab 1969 erfolgte sein Einsatz in der Funktion des Leiters der Unterabteilung Nutzung und Instandsetzung beim Chef FuTT der 3. LVD. Von 1977 bis 1987 war er als Lehrstuhlleiter „Rundblickstationen“, anschließend als Stellvertreter Ausbildung/Forschung der Sektion FuTT und ab 1988 als Leiter der Abteilung Wissenschaftlicher Gerätebau an der OHS der LSK/LV tätig. Im Februar 1986 wurde ihm nach vierjähriger außerplanmäßiger Aspirantur der akademische Grad Dr.-Ing. auf dem Gebiet Funkmessstationen verliehen. Mit Wirkung vom 30. September 1990 wurde er auf eigenen Wunsch aus der NVA entlassen.

Wolf-Rüdiger Stuppert

Wolf-Rüdiger Stuppert (Oberstltn. a. D., Dipl. rer. mil.), Jahrgang 1939, absolvierte die Offizierschule in der Fachrichtung Funktechnische Truppen von 1958 bis 1960 und wurde anschließend als Techniker auf der Jägerleitstation P-25 in Dissen und Peitz, ab 1962 als Stationsleiter cm-Technik in Weißagk und Gleina (bei Altenburg) eingesetzt.Von 1964 bis 1968 war er Kompaniechef der FuTK des JG-1 in Cottbus. Danach erfolgte die Kommandierung zur Funkmessabteilung des Stabes der 1. LVD, wo er vorrangig für die Plangrafik aller Mittel im DHS Verantwortung trug. Von 1970 bis 1973 besuchte er die Militärakademie „Friedrich Engels“. Im Bereich Chef FuTT im Kommando LSK/LV war er ab 1973 als Offizier Luftraumaufklärung, zehn Jahre als Oberoffizier Funkmesssicherstellung und ab 1984 bis zur Entlassung am 31. Dezember 1990 als Leiter der Unterabteilung Ausbildung tätig.

Quelle: Die Bundeswehr – Magazin des Deutschen BundeswehrVerbandes | 9/2013
Die Funktechnischen Truppen
Das Buch „Die Funktechnischen Truppen der Luftverteidigung der DDR. Geschichte und Geschichten“ von Wolf-Rüdiger Stuppert und Siegfried Fiedler, erschienen im Steffen- Verlag, ist ein Buch von Insidern für Insider oder aufgeschlossene Liebhaber der Thematik. Oberblick über Waffengattung Das Buch gliedert sich in zwei Teile. Auf beinahe 200 Seiten wird dem Leser zunächst ein punktuell detaillierter Überblick über diese Waffengattung gegeben. Einzelne Kapitel widmen sich beispielsweise der politischen Arbeit und der Traditionspflege, dem Gefechtsschießen und der Überführung von Teilen der Funktechnischen Truppen in den Bestand der Luftwaffe der Bundeswehr nach der friedlichen Revolution in der DDR und der deutschen Wiedervereinigung. Aus dem Alltag Im zweiten, nur unwesentlich kürzeren Teil berichten ehemalige Angehörige dieser Waffengattung aus ihrem Alltag in den Funktechnischen Truppen und illustrieren ihre persönlichen Beiträge auch mit Fotografien aus ihrem privaten Bestand. Das Buch ist Zeugnis eines ausgeprägten Zusammengehörigkeitsgefühls, das innerhalb dieser Waffengattung vorherrschte und das sich viele der dort eingesetzten ehemaligen NVA-Soldaten bis zum heutigen Tage immer bewahrt haben. Vor diesem Hintergrund wird dieser Sammelband mit Beiträgen von über 40 Autoren auch von der Motivation getragen, die eigenen Traditionen zu bewahren. Ein politisches Buch will es daher nicht sein. OK

Quelle: ÖMZ - Österreichische Militärische Zeitschrift | 05/2013 | H. Stolarski
DIE FUNKTECHNISCHEN TRUPPEN DER LUFTVERTEIDIGUNG DER DDR GESCHICHTE UND GESCHICHTEN
von Wolf-Rüdiger Stuppert und Siegfried Fiedler, Steffen Verlag, Friedland 2012, 352 Seiten, € 19,95.
Unter diesem Titel hat der Steifen-Verlag, der inzwischen eine gute Adresse für alle ist, die sich für die Militärgeschichte der DDR interessieren, ein neues Buch herausgebracht. Im Unterschied zu vielem, was heute auf dem Büchermarkt und in anderen Medien über die DDR und ihre Armee erscheint, haben wir es bei diesem Buch erneut mit einem Werk zu tun, das von Zeitzeugen geschrieben wurde, die diese Geschichte nicht nur erlebt, sondern selbst gestaltet haben.
Die Gliederung in zwei Teile - Geschichte der Funktechnischen Truppen (FuTT) und Geschichten aus dem Leben der FuTT - machen das Buch lebendig und lesenswert. Geschichte beginnt auch hier mit Geschichte. Der Leser kann nachvollziehen, wie mit dem Erscheinen von Kampfflugzeugen auf den Kriegsschauplätzen des Ersten Weltkrieges ein verstärktes Bedürfnis nach Informationen über den Luftraum entstand, in dem sie sieb bewegten. Deshalb wurde seit den 1920erJahren in Deutschland, England, den USA und der Sowjetunion nach Möglichkeiten und Mitteln zur Ortung von Flugobjekten gesucht. in tabellarischer Form werden einige Funkmessstationen dieser Zeit beschrieben, die in der Regel im Zweiten Weltkrieg auch eingesetzt wurden. Nicht fehlen durfte hier, dass die rechtzeitig eingerichteten Radarsysteme Chain Horne und Horne Chain Low eine Voraussetzung für den Sieg Großbritanniens in der Schlacht um England im Zweiten Weltkrieg bildeten.
Mit zunehmender Bedeutung der Luftangriffsmittel wurde die Weiterentwicklung von Strukturen und Technik für die Gewinnung, Bearbeitung und Verarbeitung von Information zur Beurteilung der Luftlage, der Sicherstellung des Einsatzes von FIA-Raketen und Jagdfliegern und für die Zivilverteidigung nach dem Zweiten Weltkrieg sowie der Automatisierung dieser Prozesse beim Auf- und Umbau der Streitkräfte relevant. So entstanden in den Armeen des Warschauer Vertrages die Funktechnischen Truppen als Waffengattung der Teilstreitkraft Luftverteidigung des Landes und entsprechende Kräfte und Mittel bei den Land- und Seestreitkräften. Die FuTT der Luftverteidigung der DDR entwickelten sich im Rahmen des Warschauer Vertrages in enger Zusammenarbeit mit den Streitkräften der UdSSR und- was den Luftraum über der DDR betrifft- mit der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland und den Armeen Polens und der CSSR. Hinsichtlich der DDR gab es im Warschauer Vertrag durch das Nebeneinanderbestehen von zwei Luftverteidigungssystemen einige Besonderheiten. Das erforderte einen sehr hohen Abstimmungsgrad bei der Erfüllung von Gefechtsaufgaben. Dennoch konnte, wie wir lesen können, so manche Kuriosität nicht ausgeschlossen werden. Die Gesamtverantwortung für den Luftraum der DDR lag gemäß getroffenen Vereinbarungen zwischen den Regierungen der UdSSR und der DDR beim Oberkommandierenden der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland. Mit der Einführung einer neuen Militärdoktrin des Warschauer Vertrages 1982, unter keinen Umständen als Erste militärische Handlungen gegen einen anderen Staat zu unternehmen, sollte das Zusammenwirken der beiden Systeme grundlegend reorganisiert werden.
Der interessierte Leser findet in diesem Buch anschauliches Material über die Dislozierung der FuTT, Strukturen, Organisation der Aufklärung und Sicherstellung der Flugabwehrmittel sowie über die Ausbildung.
Ein großer Beitrag ist der exakten Darstellung der Funkmessstationen und der Automatisierungstechnik gewidmet. Er fuhr uns darüber hinaus bis zu jener modernen Technik, die zwar geplant war, jedoch nicht mehr eingeführt wurde.
Die Geschichten aus dem Leben der FuTT bereichern das Buch mit beeindruckenden, glaubwürdigen Begebenheiten und persönlichen Erlebnissen. Zu Wort kommen hier alle Dienstgrade und Dienststellungen vom Soldaten bis zum General, vom Funkorter bis zum Chef der FuTT.
Am 2. Oktober 1999 beendeten die Funktechnischen Truppen ihre Tätigkeit im Diensthabenden System der Luftverteidigung des Warschauer Vertrages, die am I. September 1961 begonnen hatte. In der Nacht vom 2. zum 3. Oktober 1990 wurden festgelegte Teile in den Bestand der Luftwaffe der BRD überführt.
Über 40 Autoren und etwa noch einmal so viele Konsultanten haben die Entwicklung der FuTT, ihre Aufgaben und Ziele, Strukturen und ihr eigenes Erleben dargestellt. Aus jedem Beitrag spürt man Kompetenz und die Verantwortung für den Schutz des Landes, der Koalition und des Friedens. Sprache und Stil entsprechen der damaligen Zeit. Der Außenstehende glaubt den Autoren, weil er ihre Aufrichtigkeit spürt. Es wird auch über Dinge berichtet, über die so mancher Autor gerne geschwiegen hätte. Der Insider bestätigt ihnen: Ja, so war das damals. Urteilen Sie selbst.